ARGE Bautenserie1948 e.V.
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30.Oktober-01. November 2026
Die Bautenmarken wurden im Offsetdruckverfahren hergestellt. Dabei bedruckt die zylindrische Druckplatte ein Gummituch, das auf einer Walze gespannt ist. Dieser spiegelverkehrte Abdruck wird dann von der Gummituchwalze auf das zu bedruckende Papier übertragen. Hat das Gummituch kleine Beschädigungen oder Löcher, sind diese dann in Form von weißen Flecken auf dem Markenbild zu sehen, da ja diese vertiefte Stelle nicht bedruckt wurde. Wurde eine neue Druckplatte montiert oder z.B. die Druckmaschine gereinigt, verschob sich die Position des Gummituchs um ein kleines Stück. Dieses ist natürlich auf den entsprechenden Markenfeldern zu beobachten. Auch geben die Gummituchfehler (GTF) Aufschluß, wann welcher Wert mit diesem Gummituch b.z.w. dieser Druckmaschine hergestellt wurde. Diese Gummituchfehler (GTF) tauchen also auch an gleicher Feldposition, aber bei verschiedenen Werten auf.
Das Gleiche gilt natürlich auch für Gummituchkratzer
Schema des Offsetdruckes
Hier drei verschiedene Positionen eines GTF auf Feld 131 der Plattengruppe 1. Sehr schön ist auch das SM 31 zu sehen, ein heller Fleck über dem mittleren Seitenportal links
Dieses GTF 131 gibt es natürlich auch auf anderen Bauten-Werten:
5 Pfennig Type I, XF der Druckerei Westermann mit GTF 131
Da auch hier auf dem Feld 131 der Gummituchfehler auftaucht, ist es bewiesen, das die 5 Pfennig Type I in Wasserzeichen und Zähnung XF in der Druckerei Westermann herghestellt wurde.
15 Pfennig orange mit GTF 131
30 Pfennig rot mit GTF 131
80 Pfennig mit GTF 131
Hier eine Zeichnung von mehrere GTF-Stellungen auf dem Feld 137,
Plattengruppe 1 der 5 Pfennig Type V:
Es gibt noch ein Merkmal eines Gummituchs:
Der Gummituchkratzer (GTK)
Nachdem ich beim plattieren immer wieder dunkle Striche auf manchen Markenbildern bemerkte die wie Kratzer wirken, hab ich mich mal genauer mit diesen Merkmalen befasst.
Ich fand diese Kratzer auf den gleichen Feldern, aber von verschiedenen Druckplatten der Plattengruppe 1. Auch waren diese, wie bei den Gummituchfehlern (GTF), nie genau an gleicher Stelle, sondern in vielen verschiedenen Stellungen.
Damit war klar, dass es Beschädigungen in Form von schmalen Kratzern am Gummituch waren. Warum diese nicht hell waren, so wie die üblichen GTFs, ist mir auch schnell klar geworden. Man stelle sich eine schmale Vertiefung an einem Gummituch vor, ähnlich wie mit einem dünnen Messer oder Rasierklinge hineingeschnitten. Wenn dann während des Druckvorganges Farbe auf das Gummituch aufgetragen wird, läuft diese Farbe in diese Schnitte hinein und wird beim Druckvorgang hinausgepresst und ist dann als dunkler Strich auf der Marke sichtbar.
Gummituchkratzer (GTK) sind aber nicht so schön sichtbar wie GTF. Nur wenn es ein nicht zu satter, eher wässriger Druck ist, kann man diese gut sehen. Aber es lohnt sich, denn diese GTK kann man beim plattieren auch sehr gut als Feldbestimmung benutzen.
Aber sie haben NICHTS mit den Randlinien oder Haarlinien zu tun die bei manchen Werten vorhanden sind und Reste von den Klebstoff und Einzelfilmränder sind.
GTK auf Feld 107 der Plattengruppe 1 (rechts mit roter Farbe optisch sichbarer gemacht)
GTK auf Feld 211 der Plattengruppe 1
zwei verschiedene Positionen
GTK auf Feld 397 auf der 5 Pfennig
und der 50 Pfennig
GTK auf Feld 222 auf der 5 Pfennig und der 4 Pfennig
in jeweils zwei verschiedenen Positionen